Alltagsheldin
Jibt dir det Leben een Puff...

 

  Gute Nacht du wilde Welt

         

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Gute Nacht

du wilde Welt,

auf meinem Kopfkissen

entflammt,

hast du mit deiner Monstrosität

mein Leben

überschwemmt.

Ich bin ein weicher blauer Schwamm,

der vollgesogen

mit halben Leben

die dünne Haut

der Poesie

streift. ®

 

Gute Nacht

du wilde Welt,

und danke

für deine

Strapazen

von denen ich den Hals

nie voll genug bekam.

Ich will ein Flügelschlag sein,

nur eine Sekunde

mitten ins Herz

treffen

aufblitzen

und unvergessen sein. ®

 

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Gute Nacht

du wilde Welt

und danke

für meine Träume

die du mir schicktest

auf pompösen Schiffen

die im Meer

der Einsamkeit

gegen den Strom

getrieben sind,

vergeblich

aber schön. ®

 

Gute Nacht

du wilde Welt

und lass dich

umarmen

von meiner Wut

die launisch

an den Wurzeln

deiner gigantischen Bäume

nagt.

Gute Nacht

du wilde Welt,

du bist mir in Liebe

überdrüssig. ®


 

 

Ein ganzes Leben

versuchte ich große Dinge zu tun

und entschuldigte mich

für Dinge die ich nie tat

mit endlosen Ausreden.

Ich spielte mit Gedanken

bis sie taumelten.

Heute habe ich mir selber gekündigt.

Den Platz neben jemanden

den ich nicht mehr kenne.

Meine Papiere genommen

und die Tür hinter mir fest verschlossen.

Nicht auf bald

sondern auf nie Wiedersehen.

Ich bin mein eigener Kapitän

ohne Schiff.

Was soll’s

ich kann fliegen. ®

 


 

 

 

Die Kälte der Nacht verdrängend

hängt dein Gesicht

in meinem vom Duft

deines Parfums

verhängtem Herzen.

Durch dein Lächeln meinen Verstand

verdrehend

verschenke ich mich

verhalten mit meiner restlichen

Vernunft

und tiefen Schmerzen.

Mit der ganzen Grausamkeit

deiner Lippen

meine Gefühle wiederspiegelnd

schütte ich meine durstige Seele

über deine zweideutige Haut.

Du lässt mich an deiner Transparenz

nippen.

Die Wahrheit verschmähend

verdecke ich die Angst deiner Nähe.

Bis der Morgen uns die Sekunden

der Dämmerung klaut. ®

 


 

 

 

Auf dem Strahl deiner Augen

über den Abgrund gerutscht,

den Halt verloren

und nach der nächstbesten Hand

gegriffen.

Mich verlaufen im Wirrwarr deiner Worte.

Deine Stimme getrunken

weil ich deine Hände nicht finden kann.

Mich mit Träumen betrogen

weil die Wahrheit nicht existiert.

Glücklich sein weil es dich gibt,

traurig,

weil ich dich nicht habe. ®

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